Arles
Arles hieß im Altertum Arelas oder Arelate (kelt. „Sumpfort“), wurde von den Galliern an Stelle des ligurischen Theline gegründet und von Gaius Iulius Caesar 46. v. Chr. zur römischen Militärkolonie Colonia Julia Paterna Arelate Sextanorum gemacht. In Arles kreuzten sich die Römerstraßen Via Agrippa nach Lyon.
Arles gehört zu den sehenswertesten Städten der Provence und besitzt zahlreiche Überreste ehemaliger römischer Pracht.
Das Amphitheater, um 90 n. Chr. erbaut; Durchmesser 140 m x 103 m, ursprünglich aus drei Geschossen mit je 60 Arkaden bestehend und ca. 25.000 Zuschauern Platz bietend; im Mittelalter zu Festung ausgebaut, es sind noch drei Vierecktürme und die Arkadenvermauerung zu besichtigen. 1830 Entfernung einer der Stahlrohrtribühne im inneren Arenateil zumindest optischdrei Arkadenreihen; seit 1846 restauriert und gegenwärtig an Festtagen Schauplatz für Stierkämpfe, ist allerdings Geschmackssache, da durch die aufgestellte Stahlrohrtribühne der Charakter der inneren Arena zumindest optisch leidet. Der hier gefundene 15 m hohe Granit-Obelisk steht seit 1676 an der Place de la République an dem sich auch das Hotel de Ville befindet.
Antikes Theater, unter Kaiser Augustus um 25 v. Chr. errichtet, von dem sich noch zwei korinthische Säulen, die Orchestra und vom Zuschauerhalbrund die untersten der 33 Sitzreihen mit 12.000 Sitzplätzen erhalten haben.
Reste des römischen Forums mit einem Kryptoportikus, einem unterirdischen Bogengang, Reste der römischen Thermen (4. Jahrhundert n. Chr.) und eines Palastes von Konstantin.
Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist die ehemalige Benediktiner-Abteikirche Saint-Trophime mit berühmtem Portal und Kreuzgang. Bei ihrem Bau wurden Steine vom antiken Theater verwendet. als Basilika mit einem 20 m hohen Mittelschiff stilmäßig sowohl romanisch als auch gotisch. Während Langhaus, Turm und Fassade 1152-80 errichtet wurden und romanisch sind, entstand der gotische Umgangschor erst 1454-65. Das der Westfassade um 1190 vorgeblendete Haupt-Portal mit seinem Tympanon (Christus als Weltenrichter) gilt als Hauptwerk der provencialischen Plastik der Hochromanik. Zahlreiche Reliquienschreine werden hier ausgestellt.
Es kann eine Eintrittskarte für € 10,- erworben werden, die dann pauschal für alle Besichtigungspunkte gilt (Stand Juni 2010).
Falls Ihr mit einem eigenen PKW anreist, benutzt Autobahn- (ca. 5 Min.) und Zentumsnah am besten das Parkhaus (Parking du centre / Hauptpost) in der Nähe der Touristeninformation (von der Autobahnausfahrt ausgeschrieben), die Parkgebühren hier belaufen sich auf ca. € 1,- pro Stunde und man ist zu Fuß und ohne Stress relativ schnell bei allen Sehenswürdigkeiten.
Homepage der Touristeninformation Arles: Office de Tourisme