Die kleine Moselreblaus
Tja und dann gibt es natürlich auch an der Mosel die Forscher der gemeinen Reblaus, Jutta ist hier der gemeinen Reblaus auf der Spur:
Ach, ja übernachtet haben wir natürlich als Reblausforscher auch und zwar bei Heinz-Josef und Beate Rockenbach in Pünderich, an dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an Beate, wer auch ganz spontan die Mosel erkunden will, soll sich doch mal auf diesem Ferien-Weingut Rockenbach nach einer Unterkunft erkundigen die Homepage findet Ihr hier, außerdem haben wir eine ganz schnuckelige Pizzeria aufgetan, die wird aber nur nach e-mail verraten - ätsch.....
Was ursprünglich einmal als Weinanbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer zusammengefasst wurde, ist für viele Besucher auch als touristische Region Mosel zusammengewachsen. Die drei Flüsse Mosel, Saar und Ruwer stehen für Entspannung und Erholung, für Weinbau und regionale Küche, für Gastlichkeit und Gastfreundschaft.An Mosel, Saar und Ruwer haben Sie eine große Auswahl an Unterkünften: vom 4 Sterne Hotel, Pensionen, Ferienwohnungen, Gästezimmer und Winzerhöfen.
Dem Wein an Mosel, Saar und Ruwer ist besonders viel Platz geboten. So erfahren Sie über die Arbeit des Winzer in den vier Jahreszeiten, den Unterschied zwischen Süß oder Sauer, die Geschichte des Korkens, die 2000 jährige Geschichte des Weinanbaus an Mosel, Saar und Ruwer, über die Arbeit der Sommelière, Weinkeller Besichtigungen, Weinproben, die besten Schoppen 2003, die Weinerlebnisbegleiter an der Mosel und die Geschichte der Straußwirtschaften an der Mosel und deren Bedeutung heute.
Burgen und Schlösser, Bauwerke vergangener Jahrhunderte und Zeugen der bewegten Geschichte, bilden einen besonderen Reiz der Moselregion. Auf dieses Thema wollen wir aber in den einzelnen Rubriken noch näher eingehen.
Am besten
schmeckt der Wein natürlich, wo er wächst. Deshalb wird der Moselweinfreund
wahrscheinlich früher oder später einen Besuch in der Heimat seines
Lieblingstropfens machen. Für den Weinfreund ist die Reise im Herbst zur Zeit
der Traubenernte ("Weinlese") gewiß besonders reizvoll. Fragen Sie Ihren Winzer,
bei vielen ist es auch möglich, einmal einen Tag bei der Lese dabeizusein.
Auch die Wanderung durch die Weinberge ist im Herbst besonders schön. In vielen
Gemeinden gibt es informative Weinwanderwege.Eine interessante Tagestour ist die
Fahrt ins
Bernkasteler Weinmuseum (Cusanusstraße 2
Offen: 10 - 17 Uhr, (15.April - 31.Okt.), 14 - 17 Uhr (1.Nov.- 14.April). Die
Ausstellung informiert über die Geschichte des Weinbaus und die Arbeit der
Moselwinzer. Interessant ist auch die Besichtigung der römischen Kelteranlagen
in Maring-Noviand
und
Piesport. Diese werden alljährlich zum Römerkelterfest sogar in Betrieb
genommen.
Zu einer zünftigen Moselreise gehört für den Weinfreund natürlich auch die
Weinprobe.
Höhepunkte für Weinfreunde sind die Tage der offenen Weinkeller und die
Weinstraßenfeste. An beiden Terminen servieren die Winzer in ihren Kellern oder
Scheunen Moselgerichte in uriger Atmosphäre.
Als Mitbringsel von der zünftigen Weintour kann man dann noch lange zu Hause den
beim Winzer selbst gekauften Wein genießen.
Betrachtet man die zahlreichen Arbeiten über Schädlings- und Nützlingsbeziehungen in den letzten Jahrzehnten, so mag dies als ein modernes Arbeitsgebiet erscheinen. Es gerät jedoch völlig aus dem Blickfeld, dass diese angewandte ökologische Forschung eine sehr lange Tradition besitzt und weit in das 19. Jahrhundert zurückreicht. Wie unter vielerlei anderen Gesichtspunkten kann die Reblaus auch in dieser Hinsicht als ein Musterbeispiel gelten. Angesichts der Ohnmacht mit der die Winzer die dramatischen Auswirkungen der Reblausinvasion ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hinnehmen mussten, befassten sich zahlreiche Forscher auch mit den natürlichen Begrenzungsfaktoren der Reblaus. Nur 15 Jahre nach dem ersten Auftauchen der Reblaus in Europa erschien im Jahr 1878 ein Büchlein von Dr. G. Haller mit dem Titel „Die kleinen Feinde der Phylloxera". Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde von Forschern über eine Vielzahl von Tieren berichtet, die als natürliche Feinde der Wurzel- und Blattrebläuse beobachtet worden waren. So werden als Feinde der Wurzelrebläuse häufig verschiedene, räuberische Milben (z. B. Stellwaag, 1928), zudem Marienkäfer- und Fliegenlarven (z. B. Stellwaag, 1928) sowie von Rübsaamen (1909) Tausendfüssler und Gallmückenlarven genannt. Moritz (1893) beobachtete Springschwänze der Art Lipura fimetaria L. beim Fraß an Eiern der Wurzelreblaus. Sicherlich auch bedingt durch die bessere Beobachtungsmöglichkeit, liegen zu den Feinden der Blattrebläuse deutlich mehr Berichte vor. Es werden hierbei vor allem die „klassischen" Blattlausfeinde wie Marienkäfer und deren Larven (z. B. Rübsaamen, 1909; Stellwaag, 1928), sowie Florfliegenlarven (z. B. Rübsaamen, 1909; Stellwaag, 1928) und Schwebfliegenlarven (Rübsaamen, 1909) genannt. Stellwaag (1928) erwähnt weiterhin Thripse, räuberische Blütenwanzen (Anthocoris nemorum L.), die Sammetmilbe (Trombidium holosericeum L.), sowie Heuschrecken (Orthoptera), die beim Fraß an den Gallen damit indirekt auch die Blattrebläuse schädigen. Nach Rübsaamen (1909) sollen auch Schlupfwespen aus der Gattung Aphidius (Fam. Aphidiidae, Blattlauswespen) den Blattrebläusen nachstellen. Der italienische Reblausforscher Petri (zit. in Stellwaag, 1928) fand in Blattgallen verschiedene Pilze, die an den Blattrebläusen parasitieren sollen. Beim Studium der Literatur fällt auf, dass nicht immer offensichtlich ist, ob es sich bei den zitierten Feindorganismen um echte Parasiten handelt, die die lebenden Reblausstadien angreifen, oder vielmehr um Saprophyten, die sich von den absterbenden oder abgestorbenen Reblausstadien ernähren.